Die klimatisierte Kühle des Picassomuseums trotzte am Freitag, 19.06.26, den heißen Außentemperaturen - dies allein wäre schon ein Grund, glücklich zu sein. Ein weiterer war der glückliche Zusammenfall der aktuellen Ausstellung „Christo und Jeanne-Claude: Un/Realisiert“ mit einem Anknüpfungspunkt aus der philosophischen Ethik: der Frage nach dem guten Leben. So gelang eine Korrelation mit der unterrichtlichen Diskussion, ob nur ein glückliches Leben ein gutes sei sowie über das Phänomen, vielleicht etwas zu bereuen, was andererseits aber erst dazu geführt habe, zu der-/demjenigen zu werden, die/der man ist, was somit vielleicht letztlich doch glücklich machen könnte. Und überhaupt: gibt es noch weitere Kriterien für Glück? Die deutsche Sprache differenziert im Unterschied zu anderen Sprachen den Begriff „Glück“ nicht zwischen „Glück haben“ (z.B. engl. lucky) und „glücklich sein“ (z.B. engl. happy). Nur letztere Form lässt sich aktiv beeinflussen, womit sich bereits die antike Ethik auseinandersetzte - und auch der Q1-Philosophiekurs.
