Wie kann Münster als Fahrradstadt noch besser werden? Das Fahrradbüro der Stadt Münster zu Besuch beim Projekt „Cycling Cities“ am FSG

Laut Copenhagenize Index liegt im europäischen Ranking der Fahrradstädte Münster als einzige deutsche Stadt unter den Top Ten auf Platz 7, hingegen das nur 2,5 Stunden entfernte niederländische Utrecht auf Platz 1. Wie gut sind wir schon und was könnten wir von den Niederländern lernen, um eine noch bessere Fahrradstadt zu werden? Diese Frage war Ausgangspunkt für das Projekt „Cycling Cities“, an dem 19 Stein-Schüler im Rahmen der diesjährigen schulischen Projektwoche teilnahmen. Nach einem Brainstorming zur idealen Fahrradstadt und Ausschnitten aus der Doku „Cycling Cities“ von Ingwar Perowanowitsch erradelten sich die Schüler bei bestem Sommerwetter Münsters Fahrradinfrastruktur und schauten sich aktuelle Radverkehrsprojekte zwischen Gievenbeck und Dortmund-Ems-Kanal an. Am Tag darauf stand die Exkursion in die Cycling City Nr. 1 Utrecht an, wo die Schüler mit ihren beiden begleitenden Lehrerinnen, Eva Altmann und Julia Kochinke in einer geführten Radtour die Radfahr-Highlights der niederländischen Universitätsstadt erlebten. An Tag 3 war nun der Moment gekommen, die aus dem Erlebten gewonnenen Ideen an die Stadt Münster in Form des Fahrradbüros weiterzugeben, von dem sich Katharina Thomalla und Malte Konrad am „Stein“ angekündigt hatten.

Wie kann Münster als Fahrradstadt noch besser werden

Breite, rote Fahrradstraßen, auf denen Autofahrer Rücksicht auf Radfahrer nehmen, Radwege mit zwei Richtungen, ein für alle Bürger kostenloses Fahrradparkhaus, in das man über Rampen hineinradeln kann und sein Rad mit Hilfe der elektronischen Bürgerkarte überdacht morgens abstellen und abends bequem wieder abholen kann – all das waren Vorschläge, die die Schülerinnen und Schüler Katharina Thomalla und Malte Konrad vom Fahrradbüro der Stadt Münster als Wünsche präsentierten. Auch Büsche und Bäume, die in den Radweg hineinragen, müssten öfter zurückgeschnitten werden und eine rot angemalte Spur im Ludgerikreisel wäre gut, damit Autofahrer verstärkt auf die ebenfalls im Kreisverkehr radelnden Radfahrer aufmerksam gemacht werden.
Vorab hatten die beiden Vertreter des Fahrradbüros den Schülern die große Bedeutung des Fahrrads für Münster präsentiert -47% der Münsteraner nutzen im Alltag das Rad - und von ihrer Arbeit für die städtische Infrastruktur berichtet. Im anschließenden Gespräch interessierte die Schüler auch, welche Projekte die beiden Fahrradbüro-Mitarbeiter als Erfolge betrachten. Hier wurden die in wenigen Jahren mit dem Schifffahrtamt realisierte Kanalpromenade und der verstärkte Ausbau der Fahrradstraßen in Münster genannt.
Das Fahrradbüro der Stadt Münster möchte mit den engagierten Schülern des FSG in Kontakt bleiben. Der Wunsch der Schule wäre es, langfristig über europäische Gelder mit Erasmus+ weitere europäische Fahrradstädte zu besuchen und so ein Cycling Cities-Netzwerk in Europa zu knüpfen.
Julia Kochinke
Ansprechpartnerin Erasmus+ FSG

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