Erasmus+ Jobshadowing in Kopenhagen

Um neue Inspirationen für den Unterricht am Stein zu sammeln, haben Herr Zöller und Herr Laumann sich im Rahmen des Erasmus+-Programms auf den Weg nach Dänemark gemacht. Bei einem "Jobshadowing" in der Region Kopenhagen durften sie den dortigen Schulalltag live miterleben – und haben faszinierende Einblicke in eine moderne Lernkultur gewonnen.
Erasmus plus Jobshadowing in Kopenhagen

Lernen ohne Wände
Der erste Eindruck beim Betreten der dänischen Schule in Naerum, einem nördlichen Vorort von Kopenhagen war verblüffend: Wo sind die Wände? Statt in klassischen, geschlossenen Klassenzimmern findet das Lernen hier oft in weiten, offenen Landschaften statt. Lichtdurchflutete Atrien erstrecken sich über mehrere Etagen, flexible Arbeitsbereiche laden zur Gruppenarbeit ein, und gemütliche Nischen mit Sofas und Grünpflanzen bieten Platz für konzentriertes Arbeiten. Diese offene Architektur ist kein reiner Selbstzweck. Sie unterstützt ein pädagogisches Konzept, das stark auf Eigenverantwortung und Zusammenarbeit setzt. Jeder sucht sich den Platz, der für die aktuelle Aufgabe am besten geeignet ist.

Praxisnahe Projekte von Stop-Motion bis 3D-Druck
Besonders beeindruckt zeigten sich unsere Kollegen davon, wie früh und selbstverständlich dänische Kinder an moderne Technologien herangeführt werden. Bereits in der dritten Klasse experimentieren die Kinder im Rahmen einer kreativen Filmbildung mit digitalen Medien. Die Kollegen konnten beobachten, wie Schülerinnen und Schüler mit viel Begeisterung eigene Stop-Motion-Videos erstellten und so spielerisch die Grundlagen des digitalen Erzählens lernten.
In der fünften Klasse wird es technisch noch anspruchsvoller, wenn die Technik im sogenannten „Makerspace“ einzieht. In dieser schuleigenen Zukunftswerkstatt entwerfen die Kinder eigene Objekte am Computer und setzen diese direkt mit dem 3D-Drucker um, wodurch Mathematik, Kunst und Technik nahtlos miteinander verschmelzen. Ebenfalls in einer fünften Klasse konnten die beiden Kollegen zufällig eine intensive Kollaboration im Deutschunterricht beobachten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten wie selbstverständlich zeitgleich an gemeinsamen digitalen Dokumenten, sodass diese Form der Zusammenarbeit dort bereits zum gelebten Alltag gehört.

Digitalisierung als Standard
Kreidetafeln sucht man in Kopenhagen meist vergeblich. Die Digitalisierung ist dort ein fester Bestandteil des Alltags: Laptops gehören zur Grundausstattung der Kinder ab der dritten Klasse, und großflächige, interaktive Smartboards sind in alle Lernbereiche integriert. Besonders spannend war zu beobachten, wie sich dadurch die Rolle der Lehrkräfte verändert. Sie stehen seltener für klassische Vorträge „vorne“, sondern bewegen sich als Lernbegleiter und Coaches durch die offenen Zonen, um die Jugendlichen ganz individuell bei ihren Projekten zu unterstützen.

Ein Fazit für unsere Schule
Mit vielen wertvollen Eindrücken und jeder Menge Motivation im Gepäck sind die beiden Kollegen zurückgekehrt. Die Reise hat eindrucksvoll gezeigt, wie moderne Raumgestaltung, praxisnahes Arbeiten und konsequente Digitalisierung ineinandergreifen können, um selbstständiges Lernen von klein auf zu fördern. Wir freuen uns darauf, diese Inspirationen aus Dänemark nun gemeinsam auszuwerten und in unsere eigene Schulentwicklung einfließen zu lassen. Ein großer Dank geht an unsere Kolleginnen Eva Altmann und Julia Kochinke sowie das Erasmus+-Programm der Europäischen Union, die diesen bereichernden Austausch ermöglicht haben!

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